Tödliche Gefahr für Igel

Jetzt häufen sich wieder Verletzungen von Igeln durch Mähgeräte
aller Art. Als besonders heimtückisch erweisen sich die Motorsensen,
jene Teller- oder Fadenmäher, mit denen man im Dickicht und unter Gebüsch
«aufräumt». Fatal ist, dass solche Stellen in den Gärten
und Parkanlagen während der ganzen warmen Jahreszeit bevorzugte Igelstandorte
sind. Besonders gefährdet sind säugende Igelweibchen, die mit
dem Oberkörper aus dem Nest ragen. Oft werden die Tiere durch solche
Mähgeräte nicht gleich getötet, sondern grausam zerstümmelt,
so dass sie mit abgetrennten Extremitäten, abgeschnittenen Schnauzen
oder anderen schwersten Verletzungen noch weiterleben müssen, bevor
sie langsam und qualvoll eingehen. Alle Igelstationen kennen solche Verstümmelungen
und können von erschütternden Tierschicksalen berichten. Oft werden
Gartenbesitzer gar nicht gewahr, was ihre Geräte anrichten. Muss man
aber mit ansehen, wie man unwillentlich so ein kleines Stacheltier zu Tode
quält, ist die Freude an der Gartenarbeit gründlich verdorben.
Der Verein Pro Igel empfiehlt deshalb, solche Geräte gar nicht erst
anzuschaffen und diese Standorte zu belassen, in denen auch weitere Nützlinge
wohnen. Muss unter Büschen und im Dickicht dennoch gerodet werden,
so ist das einigermassen «igelsicher» nur mit Handarbeit möglich,
es sei denn man suche die Stelle vor dem Mähen peinlich genau ab.
Für weitere Auskünfte wenden Sie sich bitte an den Verein pro
Igel
Postfach 77, CH-8932 Mettmenstetten, Tel. 01 767 07 90 Fax 01 767
08 11.
Auf unserer Website mit freundlicher Genehmigung von pro Igel Schweiz©
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